Entspannung...
Wer hätte es gedacht: wir haben es doch noch geschafft, Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen und seit gestern sind wir alle entspannt und haben Spass! Ich werde das nicht mehr "analysieren", was nun anders ist oder nicht - wir genießen einfach. ;) Zwergnase ist auf Kuschelkurs und holt sich jeweils morgens und abends eine kleine Massage ab und ist dabei so entspannt wie selten zuvor. Auch Marie und ich hatten heute morgen sowas wie einen "Durchbruch": meine kleine jagende Wildsau, der Fledermausohr-Spinnenbein-Hund hat es tatsächlich geschafft, mich draußen anzusehen und eine ganze Weile - für sie wirklich schon lange! - den Kontakt zu mir zu halten! Ich musste aufpassen, in dem Moment nicht selbst vor lauter Glücksgefühl und Überraschung lang hin zu schlagen *grins*! Bereits gestern hatten wir schon einen ähnlich großartigen Moment: wir drei Mädelz sind durch den Klinikpark gelaufen, haben ein paar Querwege ausprobiert. Als das erste Mal Wild hochging, da war noch kurzfristig etwas Leinengezerre da (verständlich), aber Marie beruhigte sich für ihre Verhältnisse mega schnell. Beim zweiten Wildkontakt hatten wir ein kleines Wunder: Marie verharrte und ich ließ mich darauf ein, blieb ebenfalls stehen. Und dann gingen direkt zum Anfassen nahe mindestens drei Rehe hoch! Ich hatte sie zuvor weder gesehen noch gehört. Ich pfiff auf sämtliche Lehrbücher, Ausbildungen, Konventionen oder was auch immer. Stattdessen folgte ich einfach der Situation und meinem Gefühl und flüsterte meinem Hund zu, wie großartig sie sei, wie toll sie das gemacht hat (zu verharren, statt loszubrüllen und in Hetzabsicht loszustürmen) und wie stolz ich auf sie bin! Ich vergas jetzt einfach mal, dass ich es hier mit einem Solitärjäger zu tun hatte, der ausserdem noch soviel Pariaverhalten zeigt. Ich hatte zwar keinen Vorsteher an der Leine, dafür aber einen Hund, der irgendwie plötzlich ruhiger und aufmerksamer wurde, statt in den blinden Aktionismus zu starten. Das war ein ganz inniges und verbindendes Gefühl und ich hatte den Eindruck, als hätte sich ein "Pfropf gelöst". Das war der Hammer! Womit wir wieder beim Thema wären, selbst ein Gefühl zu entwickeln, beobachten, sich einfühlen und einfach mal drauf sch***en, was "eigentlich richtig wäre". Ich habe dem Wild jetzt ebenso große Bedeutung beigemessen, wie es mein Hund tat und ihm klar gemacht, wie sehr ich das zu schätzen weiß, dass sie so aufmerksam ist. Im Nachhinein schon auch logisch, dass es so gut lief: hatte ich meinem Hund doch endlich mal vermittelt, dass es toll ist, was sie als ihre Lebensaufgabe betrachtet, hatte sie ernst genommen und damit Verbundenheit transportiert. So..., jetzt aber genug der Emotionalität und Liebesgeständnisse...! ;) Während ich mit Marie beschäftigt war, wollte Spunk samt Mantel den Rehen hinterher..., klar doch! Ich schmetterte ihr kurz den Abbruch hinterher und was macht sie? Stellt sich kurz hin, gibt einen beherzten Beller von sich und kommt dann gut gelaunt zurück! Ich musste so lachen! Natürlich sind wir bei meinem Orientierungssinn geschmeidig im Kreis gelaufen, als wir aus dem Wald wieder rauskamen. Da wir aber alle so gut drauf waren, wollten wir noch nicht zurück und entschieden uns noch für eine Runde quer durch die Dünen und Heide. So weit meine untrainierten Lungen es zuließen, sind wir ausgelassen durch die Dünenen gerannt und hatten einfach mal Spass! Herrlich! Und irgendwie ging es einfach so weiter... Marie und Spunk machen viele lustige Sachen und ich freu mich einfach drüber... ;)
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