Als ich jetzt gerade hier auf unserer Terrasse draußen sass und eine Zigarette rauchte, hörte ich das Radio der Bauarbeiter von nebenan. Gekoppelt mit ihrem Gegröle und dem allgemeinen Baulärm... Etwas, was ich nicht vermisste. Wenn ich in Cuxhaven draußen sass, um eine zu rauchen oder zu lesen, dann hörte ich nichts anderes, als das Zwitschern der Vögel. Ich sah eine kleine Kohlmeise und musste daran denken, dass sie genauso wie Spatzen damals zum Garten meiner Oma gehörten. Dort waren sie zu Hauf vertreten - eine schöne Erinnerung! Hier sehe ich sie nur noch äußerst selten und habe mich schon so manchesmal gefragt, ob wir hier überhaupt Spatzen und Meisen haben?! Doch, wir haben sie in unserem Garten, wenngleich längst nicht soviele...
Wir hatten soviel Glück mit dem Wetter, dass wir bei strahlendem Sonnenschein laufen konnten. Jeden Tag haben wir bis zur letzten Minute genutzt.
Und am Abend konnte man sein Blut in den Ohren rauschen hören..., wie genial!
Wenn wir morgens unsere Runde drehten, trafen wir meist auf "die drei Bekloppten". Die müssen von Bayern nach Cux ausgewandert sein und begrüßten uns mit ihrer täglichen Anwesenheit:
Frische Knospen aus dem Vorgarten unserer Vermieterin fielen ihnen regelmässig zum Opfer. Mein Kommentar, dass man dann zumindestens weiss, wer es war und dieses somit sicherlich verzeihen kann, brachte nicht den erwünschten Entspannungseffekt. ;)
Mit dem Förster kamen wir auch gut aus. Auch ihn trafen wir häufiger am Morgen und beim dritten Mal lachten wir uns schon an und hoben locker die Hand.
Unser Bett quietschte zwar fürchterlich, aber mit dem ersten Schritt aus der Haustür war alles vergessen und die Landschaft versöhnte uns:
Dieser kleine Bericht kann nicht annähernd das wiederspiegeln, was dieser Urlaub für uns war. Frei weg, in einer traumhaften Landschaft und in absoluter Ruhe. Wir hatten sogar den WLAN - Zugang bekommen, aber da ich nicht damit gerechnet hatte, hatte ich alles daheim gelassen. Zwar wären die Berichte sicherlich ausschweifender, prompter und witziger gewesen, dafür wäre ich aber nicht so viel zum Lesen und Entspannen gekommen. Wobei schreiben..., schreiben hätte ich mehr wollen. Am Ende der eigentlich nicht vorhandenen Straße stand ein Traum von einem Haus. DAS wäre was! Dort zu sein, mit dem Blick in die Pampa, lesend und schreibend und mit den Hunden laufend das Leben zu verbringen - welch ein schöner Gedanke! Träumen darf man ja mal, ehe morgen der stressige Alltag wieder losgeht?! ;)
Der kleine schwarz-weisse Hund ist übrigens Bella. Die gehörte zur Verwandtschaft und passt zwei Häuser weiter auf. Am ersten Tag wollte sie sich mit Marie prügeln, doch wenn sie uns dann sah, freute sie sich und kam zu uns gewackelt.
So, mit dem letzten Bild vom schönen Küchenschrank verabschiede ich die Cuxhavenreise, komme wieder im Alltag an und widme mich weiter meinem Projekt.
Übrigens: wir haben schon telefoniert und werden wieder hinfahren! ;)



