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Es ist wie es ist ... und alles bleibt anders.


"Pocket Coffee" als Proviant

Veröffentlicht von TiRo auf 10. August 2012, 21:11pm

Kategorien: #Von Dortmund nach Cuxhaven - zu Fuss

So, nachdem die Mitnahme meines Kaffeevollautomaten wirklich und wahrhaftig nicht möglich ist, hab ich den Tipp bekommen, dass die "Pocket Coffee" - Bonbons gut sein sollen. 3 Stück davon am Morgen und man sei wirklich wach. Der Hersteller verspricht, dass 3 dieser Bonbons einer Tasse Espresso entsprechen, bzw. soviel Kaffee darin enthalten sein soll. Aha... Was brauche ich auch Socken oder Hosen, ich packe einfach den Rucksack voller Bonbons! Ich finde den Plan super! *lach*

Gut, ok, mein extra erworbenes "Jakobsweg - Pilger - Buch" sollte ich auch einpacken - besser ist das! Es ist übrigens die Nummer 6, die ich brauchte, um zumindest bis Osnabrück zu kommen. Das weiterführende Werk hatten sie nicht da. Könnte daran liegen, dass alle Richtung Süden laufen, aber keiner in den Norden? *lach* Macht nix, bestelle ich mir das Buch einfach. Außerdem habe ich ja jetzt Claudia " an meiner Seite der Planung". Ich hatte meinen Gedanken noch nicht ganz ausgesprochen, da hatte ich prompt die erste Etappe via Karte vor mir liegen - genial! Morgen treffen wir uns zur weiteren "Lagebesprechung". Das wird schon.... Dank des Pilgerbuches hab ich ja zumindestens schonmal so den einen oder anderen Erkennungspunkt, den ich erfragen kann, um auf die Route zurück zu kommen, wenn ich mal wieder denke, dass der eine Weg aber viel schöner sei als der andere. 

 

Und was ich nicht schon alles gelernt habe über die Stadt in der ich lebe. Unter anderem habe ich nicht schlecht gestaunt und finde es nahezu unglaublich, dass der Jakobsweg fast an meiner Haustür vorbei führt. Dazu noch durch die heftigste Ecke der Stadt. Die Pilger staunen bestimmt nicht minder, wenn sie plötzlich auf Dealer, Ansammlungen gemütlicher Trinker, dem bulgarischen Arbeiterstrich oder einem Exibitionisten stossen. Ich sach mal so: da trifft Jahrhunderte alte Tradition auf gegenwärtigen Alltag.

Aber mal ernsthaft: ich bin schon gespannt auf den Weg, gerade hier aus dem Pott raus. Denn einige Ecken kenne ich zumindest ein bisschen, wusste aber nichts von dem durchaus historischen Hintergrund - woher auch? Bei meinen "Fluchtgedanken zu Fuss" bin ich nie auf die Idee gekommen, in diese Richtung gehen zu wollen. Komisch..., liegt aber sicher an meinen nicht vorhandenen Geographiekenntnissen. ;)

 

Genug der Frotzeleien und ganz ehrlich: zwischendurch wird mir schon ein wenig mulmig. ;) Nicht, dass Marie und ich irgendwann mitten in der Pampa stehen und keinen Platz zum Übernachten finden. Was dann? Mit dem Pfefferspray im Anschlag die ganze Nacht durchwandern und dann in Chile rauskommen? Und selbst ein "mal eben schnell nebenbei nen Wasser aus dem Supermarkt holen" wird zu einem Abenteuer, denn ich lasse garantiert nicht meinen Hund alleine vor dem Supermarkt angebunden stehen! Hallelulja! Ich wollte es ja so...! ;)

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