TiRo

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Es ist wie es ist ... und alles bleibt anders.


Jeden Tag auf´s Neue...

Veröffentlicht von TiRo auf 8. Juni 2012, 22:47pm

Kategorien: #Marie

... nehme ich mir vor, hier zu schreiben und von den Neuigkeiten zu berichten.

Klappt nur leider nicht so. Das Leben hatte uns so heftig in Beschlag genommen, dass ich am Abend - wenn Ruhe eingekehrt war - keine Lust mehr hatte oder mir auch schlicht die Worte fehlten.

Aber jetzt sind wir fertig mit der Renovierung und auch in unserem Wohnhaus ist es ab heute Abend wieder ruhiger geworden. Wir alle können jetzt hoffentlich ein wenig verschnaufen.

 

So auch Marie, die gerade viel lernen muss und selbst, wenn man den Tag nicht vor dem Abend loben soll, so wage ich es jetzt doch und behaupte einfach mal: das "Schlimmste" haben wir durch. Aufgrund der Unruhe um uns herum, mutierte Marie zur absoluten "Brüllmücke". Von Spunk angefixt, fing sie an, jede Bewegung hier im Haus lautstark zu kommentieren. Und von derlei Bewegung und ständigem Geräuschpegel hatten wir die letzten drei Wochen unverhältnismässig viel!  Nicht nur, dass unsere Nerven und Gehörgänge dieses nicht aushielten, so zeigte sich auch deutlich, dass Marie eigentlich selbst super gestresst und überfordert damit war. Sie kam gar nicht mehr zur Ruhe und je länger der Tag, desto erschöpfter die Hunde - klar! Es musste schnell was passieren, denn sonst würden sowohl die Zwei- als auch die Vierbeiner einen Nervenzusammenbruch kriegen. 1,5 Tage wirklich konsequentes Training sorgten dafür, dass die Hunde sich wieder beruhigten, das Kommentieren bleiben liessen und sich wieder darauf verließen, dass wir schon Sorge dafür tragen, dass die Hütte nicht mit oder um uns zusammenbricht.

Marie "meckert" gerne nach, d.h. sie brummt so vor sich hin, aber das ist in Ordnung. Sie darf ja was "sagen", nur nicht so blöde hier vor sich hinbrüllen und sich immer weiter reinsteigern. Dass wir hier Besuch hatten, der "einfach" die Türe reinkam, akzeptierte sie hingegen sehr schnell. Aufgrund der ungewöhnlichen Situation hatten wir unseren Schlüssel in der Tür stecken und so lange meine Schwägerin nicht klopfte oder klingelte, sondern einfach reinkam, war das für Marie völligst oK. Und so lange ich zuerst an der Tür bin, bzw. sie sich hinter mich stellen kann, spielt sie auch nicht mehr den "Pastor Mallorquin", sondern vertraut darauf, dass das schon richtig ist, wenn ich den Menschen reinlasse. Aber ihre Stimme ist für ungewollte Gäste, bzw. mögliche Einbrecher sicherlich imponierend und so langsam spielt es sich ein, dass sie nur noch anschlägt, wenn wirklich was ist. Und das ist gut so. ;)

 

Meine Arme sind zwar noch dran und die Schultergelenke noch nicht ausgekugelt, aber dennoch mussten wir ein wenig daran arbeiten, dass dieses Leinengezerre ein Ende haben muss. Von meinem ursprünglichen Plan, dass Marie erstmal nichts weiter lernen muss, als zurück zu kommen, musste ich also abweichen. Hallelulja - ich hab noch nie einen solch zerrenden Hund an der Leine gehabt! Eine Lederleine hielt dem Druck und der Belastung auch nicht mehr Stand und ist durchgerissen:

Leine

Marie lernt schnell, aber dennoch müssen wir da noch fleissig üben, bis wir wirklich soweit sind, uns als "gesittet" zu bezeichnen. ;)

 

Und es ist tatsächlich so: einmal war ich in meinem Agieren zu heftig, woraufhin sich Marie sofort verschloss! Da machste nix, da isse "dicht". Neben dem, dass sie in dem Moment mal grad ganz gepflegt gar nichts mehr getan hätte, weil eben "dicht", mag ich es grundsätzlich nicht, wenn mein Hund mit Meideverhalten reagiert oder nur hört, weil er Angst vor möglichen Reaktionen meinerseits hat. Wie gut, dass es sie, bzw. uns nicht im Grundsatz erschüttert hat und wir genauso schnell, wie wir da ungewollt hinein geraten sind, auch wieder raus kamen. Marie ist zwar super sensibel, gleichzeitig lässt sie sich aber auch nicht die Butter vom Brot nehmen... Und wenn sie sich sicher fühlt, dann zeigt sie auch Nerven: ich konnte um sie herum das Zimmer leerräumen, saugen, wischen und alles - sie blieb auf ihrer "Bettenburg" liegen und bewegte sich kein Stück! ;)

Im Freilauf hingegen ist sie nah bei mir. Nicht an Schritten oder Abständen gemessen, sondern mental. Sie schaut nach mir, dreht sich um... und das geht gerade mal so richtig runter "wie Öl"! 

Marie-7438.jpg

 

So..., morgen früh geht es weiter hier (vornehmen kann ich es mir ja), denn jetzt kommt der "Tagesendspurt", bevor ich ins Bett kippe.

 

 

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