TiRo

TiRo

Es ist wie es ist ... und alles bleibt anders.


Das Monster und die Ratte I

Veröffentlicht von TiRo auf 31. Juli 2012, 19:29pm

Kategorien: #Marie

 

Es ist soweit: Marie ist vollends angekommen und zeigt gerade was sie alles kann.

Und darüber hinaus hatte ich ja schon mal erwähnt: unterschätzt niemals die Beziehung der Hunde untereinander – so unauffällig ihre Zusammenarbeit auch erscheinen mag...! ;)

Auch Spunk ist wieder fit und dreht mit auf, zusammen könnten sie auch das „Duo Infernale“ heissen – Hallelulja!

 

Marie 7362

 

 

So langsam wäre es mal an der Zeit, den ersten Gedenkstein für all die Mäuschen und den beiden Tauben aufzustellen, die Marie „mal eben“ im Trab auf ihrer Jagd mitgenommen hat.... Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich damals in den einschlägigen Hundeforen war und mir die Frage stellte, wo denn bitte die Menschen am anderen Ende der Leine waren, wenn deren Hund es schaffte, an der Leine ein Tier am Wegesrand zu schnappen? Heute kann ich es mir vorstellen... ;)

Leutz, ungelogen: ich habe noch nie zuvor einen Hund erlebt, der SO SCHNELL – und das AN DER LEINE – jagt. Da läufst du da längs, dein Hund ist im entspannten Schritt oder auch Trab neben dir und „zack“: der Hund dreht einmal galant den Kopf nach links oder rechts und läuft mit einer Maus in der Schnüss einfach weiter?! Als wäre nichts gewesen, hat sich der Hund mal eben nebenbei eine Maus erjagt. Marie ist da Vollprofi!

Anfangs waren es neben den Mäuschen auch kleine Frösche. Die wiederum tötete sie aber nicht. Manchmal nahm sie einen kurz in die Schnauze, liess ihn aber direkt wieder frei. Da waren es die Frösche, die weiter hüpften, als wäre nichts gewesen.

Eines morgens auf der Hundewiese (auf der sie natürlich ohne Leine läuft), war sie im Gebüsch beschäftigt. Als Ditze nach ihr rief, kam sie mit einem riesigen Igel in der Schnauze zu ihm. Hallo?! Die ist verrückt! Auch der Igel hat dieses Zusammentreffen heil überlebt und Marie hat ihm nichts weiter getan. Der hat sich wahrscheinlich nur gewundert, wie er so schnell aus dem Gebüsch auf die andere Seite der Wiese gelangte... ;)

Bei den beiden Tauben war ich nicht dabei. Die erste Taube erwischte Marie am frühen Morgen. An der Leine drehte sie sich einmal und hatte eine Taube in der Schnauze. Da es noch dunkel war, hatte Ditze das erst gar nicht gesehen, dass es sich dabei um eine Taube handelte. Er hielt die Beute für einen Lappen o.ä., welchen Marie einmal kurz durchschüttelte und fallen liess. Erst dann sah er die Federn und somit die Taube. „Na,“ hab ich gedacht, „die muss schon einen „weggehabt“ haben. Keine Taube schläft ohne Deckung und lässt sich einfach so greifen, ohne wenigstens den Versuch zu unternehmen, wegzufliegen.“ Falsch gedacht, denn gestern erwischte Marie die zweite Taube... Gerade noch keifte sie einer italienischen Hündin hinterher, welche Marie zähnefletschend angemacht hatte, was sie sich nicht bieten lassen wollte. Nach wie vor an der Leine wollte Ditze einfach weitergehen, da dreht sich Marie um, lässt die Töle Töle sein und greift einer weiteren Taube, die nichtsahnend an einem Baum sass, ins Genick. Blitzschnell schaltet Marie von eine in die nächste Situation um. Da kommen die Synapsen eines menschlichen Gehirns gar nicht mit...! Und mal ehrlich:  dass beide Tauben krank waren, glaub ich nicht?!

„Gut,“ hab ich wieder gedacht, „die Tauben und Kaninchen haben hier keine natürlichen Feinde mehr. Über die stolpert man schon förmlich im Park.“ Yooo...., das, was ich allerdings heute bei Marie sah, schlägt dem Fass den Boden aus und da ist nix mehr mit „keine natürlichen Feinde“, „krank“, „zu jung und unerfahren“, „zu alt und zu schwach“ oder sonstigem Gedönse: ich gehe mit den beiden Nasen auf die Hundewiese, leine sie ab. Marie geht zu einem bei mir brusthohem Gebüsch, springt drauf, macht kehrt und kommt mit einem Singvogel in der Schnauze zurück! So schnell sie war, so weich war sie allerdings auch in der Schnauze, denn Marie hatte den Vogel am Leben gelassen. Sie hatte den Torso des Vogels in der Schnauze und als sie mit ihm auf die Wiese ging und die Schnauze öffnete, da flog er weg. So, jetzt hab ich keine Worte mehr! Da bin ich stumm. Und ich stand da, mit den Händen vor dem geöffneten Mund... Leutz, das hab ich noch nicht erlebt!

Hallo? Das war ein flinker Vogel, der eigentlich sowas von schnell wegfliegt, sobald sich was bewegt! Wäre es nicht mein Hund gewesen und hätte ich es nicht selbst gesehen, hätte ich gedacht, jemand wolle mir was von der wilden Wutz erzählen...!

 

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post

Blogarchive

Soziale Netzwerke

Neueste Posts