TiRo

TiRo

Es ist wie es ist ... und alles bleibt anders.


Cuxhaven, die X. - Klappe, die 1.

Veröffentlicht von TiRo auf 19. November 2013, 14:38pm

Kategorien: #Cuxhaven

Urlaub...., ich denke da so an: lange Spaziergänge, Energie tanken, ein gutes Buch lesen, die Seele baumeln lassen, abends erschöpft aber zufrieden einen netten Film im TV schauen, einfach mal Ruhe genießen.

Gibt man "Urlaub" bei Tante Google ein, dann erscheinen ungefährt 36.700.000 Einträge in 0,20 Sekunden. Davon sind bestimmt 36.699.000 (mit gutem Willen) Werbeeinträge, die zum Buchen von Urlaub animieren sollen. Der Rest dürften irgendwelche Berichte sein, Übersetzungen von gewerblichen Programmen und Wikipedia. 

Wikipedia bringt es übrigens mal wieder abgeschminkt und mit wesentlich weniger Assoziationen auf den Punkt:

 

Bildschirmfoto 2013-11-19 um 14.52.16

 

Nüchtern betrachtet, lag Wiki dieses Mal dichter dran...

Dieses Mal habe ich wesentlich länger gebraucht, um "runter zu fahren", überhaupt anzukommen. Dabei hatte alles so schön angefangen: wir sind - ohne, dass die Hunde kotzten sich auf dem Sitz übergaben - in Cux angekommen und die Mädels und ich haben direkt unsere erste Werner Wald - Runde gedreht. 


Am nächsten Morgen wurden wir vom frohlockenden Baustellenlärm geweckt: es gibt doch nichts schöneres als kräftige Baumaschinen, Handkreissägen, Kettensägen und die idyllisch klingenden "Rüttler", die es schaffen, selbst hartgesottene Langschläfer auf dem Bett zu rütteln und mit einem weniger strahlenden Lächeln quasi auferstehen zu lassen. Glaube, ich hatte in der Woche um Helloween zuviel von der Serie "The Walking Dead" gesehen, denn die Gedanken der nächsten Schritte in meinem Kopf kamen dem sehr nahe, was sie mit den Beissern getan hätten... Diese Gedanken resultierten bestimmt aus meinen heftigen Kopfschmerzen, denn die netten Herren Bauarbeiter und Landschaftsgärtner hatten ihr wertes Automobil mit Standheizung direkt mit dem Auspuffrohr vor unserem geöffneten Schlafzimmerfenster abgestellt. Und während sie es in ihrer Karre Dank des laufenden Motors muckelig warm hatten, erlitten wir fast einen stillen Erstickungstod. Da ist das Hirn schonmal kurzfristig etwas unterversorgt mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff. Am 3. Morgen bat Ditze sie dann höflich, aber bestimmt, sie mögen ihr Fahrzeug doch entweder woanders abstellen oder den Motor ausmachen... - hat geklappt. 


Ich will ja auch gar nicht meckern..., nein, es war schön! Aber das Irrwitzigste für mich war eigentlich die Sache mit dem Wasser: wir befinden uns also in Cuxhaven. Genauer gesagt: in Sahlenburg. Das Haus liegt runde 800 Meter von der Nordsee entfernt. Es regnet zwischendurch, als würde die Welt absaufen. Wir sind quasi umzingelt von Wasser. Und was bitteschön soll da noch ein Springbrunnen im Garten??? Ungelogen: dieser dusselige Brunnen plätscherte von morgens bis abends vor sich hin - wenn man ihn denn zwischen den Regenschauern hören konnte. Liebe Nachbarn: was habt Ihr Euch denn dabei gedacht? Wozu braucht es sowas? Oder hab ich da einfach nicht die "richtige Ader" in mir? Mir fehlt quasi meine eigene Wasserader, um so etwas zu verstehen und/oder schön zu finden. Und während ich auf der Terrasse stehe, eine Zigarette rauche, den nach einem Regenguss wieder heller werdenden Himmel anschaue und über den Sinn eines Springbrunnens im Garten - quasi direkt neben dem Watt mit den Gezeiten - philosophiere, da ertönt eine Stimme. Wie aus dem Nichts schreit ein Weib quer durch Sahlenburg: "Und wie ist das hier mit dem Wassäääär? Und wenn es regnääääät? Ham ´se dann Wassääääär in ihrääääääm Kellaaaaaaaa? Nicht, dass wir einen Kellaaaaa hab´n wollt´n, aber fragäääääään kann mal ja mal!" Nee, ist klar oder?! Ich schwöre Euch: das war bestimmt eine Dortmunder Muddi, die eines der Neubauten von Gegenüber erwerben wollte. I break together - sach ich Euch!



Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post

Blogarchive

Soziale Netzwerke

Neueste Posts