Draußen stürmt und regnet es...., die Kirchenglocken haben nichts besinnliches, sondern stellen wieder einmal meine Trommelfelle in den Ohren auf Probe. Dennoch stehen die Chancen gut, dass wir einen besinnlichen Heiligen Abend haben werden.
Die Hunde lassen sich nicht mehr blicken. Spunk höre ich ab und an in ihrem Haus schnarchen und es rumpelt, wenn sie sich umdreht. Marie liegt jetzt auf ihrer Matratze und schläft ihren Rausch aus. Nachdem sie die letzten zwei Stunden nicht von meiner Seite wich, tut sie sich jetzt die Ruhe an.
Die Hunde haben sich nämlich heute morgen selbst ein Geschenk gemacht und für ein Festschmaus ganz nach ihrem Geschmack gesorgt. Marie hat wieder ein Kanickel gerissen und dieses gemeinschaftlich mit Spunk verspeist. Ganz so, als hätten sie es einem Lehrbuch entnommen. Ich habe es das erste Mal beobachtet, wie gezielt und gekonnt Marie (Hund überhaupt) dabei vorgeht. Ganze Tiere gab es bei uns noch nicht zum Fressen... Sie wusste ganz genau, was sie da tat und wie sie es tun musste. Sie tat es mit Sicherheit nicht zum ersten Mal in ihrem Leben. Aber Spunk hat das erste Mal ein solches Kanin gefressen. Sie hat ein Hinterbein abbekommen und ganz ehrlich: ich staunte nicht schlecht, als sie dieses verspeiste (wer den Spunk-Punk kennt, der weiss, was ich meine). Die Hunde untereinander zeigten so deutliche Signale und verständigten sich auf eine Art und Weise, wie ich es bisher nur auf Lehrvideos zu sehen bekam. Es war für mich schon beeindruckend, meine Hunde dermaßen "sauber" und "klar" zu sehen...!
Ich werde Euch jetzt Details ersparen und ich habe auch darauf verzichtet, die von mir gemachten Fotos und Videos davon hochzuladen. Ich denke, das kann für den einen oder anderen durchaus grenzwertig sein. Und an dieser Stelle: ich bin werder herzlos, noch ereifere ich mich an diesen Szenen. Ich selbst esse keine Tiere, versuche meinen Milchkonsum einzuschränken und bewusst und respektvoll mit Lebewesen umzugehen. Ich lasse meinen Hund nicht in Wäldern jagen. Wenn sich aber ein Kanickel auf unsere Freilauffläche verirrt, dann kann ich eine Marie nicht vom Reissen eben dieses Kanickels abhalten. So leid es mir für das Knickel tun mag. Dieses nur mal so, bevor ein Aufschrei der Empörung aufkommt.
Ich habe noch nie zuvor einen solch dicken Bauch bei Marie gesehen! Die folgende Zeit wich sie mir nicht mehr von der Seite und quietschte mich an. Spunk hingegen machte den "Turbowedler" rein und ihre Augen schienen zu strahlen. Schlußendlich legten sie sich ab und da sie das Kanin komplett mit Haut und Haar aufgefressen haben, könnte der nicht-besinnliche Part darin bestehen, dass sie Teile davon wieder rückwärts rauswürgen. Und ich hoffe doch sehr, dass sie dieses nicht unter unserem Weihnachtsbaum tun. Ach, was schreibe ich: bitte nicht innerhalb unserer vier Wände! ;)
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Jetzt wird es aber Zeit, Euch unseren neuen Mitbewohner vorzustellen - jawoll ja! Now, we proudly present - *Trommelwirbel* - *tataaa*:
Unser Perlsacktier!
Genauer: ein Axolotl - Perlsacktier!
Wer schonmal ein Perlsacktier bei sich aufgenommen und es adoptiert hat, der kann meine Ausbrüche des Entzückens nachvollziehen...! ;)
Wir haben es tatsächlich - man soll es kaum für möglich halten - noch auf den Weihnachtsmarkt geschafft und nicht nur, dass es dort einen Stand gab, der Schmalzgebäck ohne Schmalz verkaufte (das Geilste überhaupt!), so gingen wir an eben diesem Perlsacktier-Stand vorbei und mein "Ich werd verrückt!" kam so laut aus meinem Mund, dass die Verkäuferin direkt heraneilte und fragte, was los sei. Und als ich - noch voller Puderzucker vom Schmalzgebäck versehen - nur mit leuchtenden Augen fragte, ob sie Axolotl hätte, grinste sie und kam mit eben diesen, unserem neuen Mitbewohner ums Eck. Mit dem Heimtierausweis für Perlsacktiere und einigen Pflegehinweisen ("Nutella gibt es nur einmal die Woche!") nahmen wir es bei uns auf. Und nun wohnt es hier! :)
So, und wer mich jetzt für kindisch und kitschig hält, der ist noch nie in den Genuss gekommen, ein Perlsacktier bei sich aufzunehmen - jawohl ja! Der weiss ja gar nix...., eBasta!
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So, wie Ihr seht geht alles: sich den Profilen von Serienmördern widmen, manchmal sentimental sein UND sich an Perlsacktieren erfreuen!
Und überhaupt....
Und an dieser Stelle möchte ich noch auf ein Video verweisen, welches ich gerade gesehen habe.:
"Blind dog living in a trash..."
In diesem Sinne wünsche ich Euch und Euren lieben "Frohe Weihnachten!". Eine besinnliche Zeit und tut Euch die Ruhe an...! Und denken wir an diejenigen, denen es nicht so gut geht wie uns!

