Eine Geschichte über zwei Frauen, über Freundschaft und der schleichenden Übernahme des Lebens der Anderen.
Anna lebt in München, Kinga kommt aus Budapest und die Beiden lernen sich während eines Familienurlaubs am Balaton kennen. Die Mädchen hätten kaum unterschiedlicher sein können: während Annas Vater absoluter Verfechter der "Darwin´schen Evolutionstheorie" (nur der Herausragendste setzt sich durch) war und Anna vieles Lernen musste, was ihr in einem Quiz, aber nicht im wirkliches Leben weiterhalf, hatte Kinga schon Brüste, Sex und lebte ein unbeschwertes Leben.
Nach dem Urlaub entwickelte sich zwischen den Beiden eine Brieffreundschaft. Während Anna ein Konstrukt ihres Lebens erschuf, um wenigstens ein bisschen spannender zu sein, schrieb Kinga weiter über sich selbst und ihrem Leben. Als Anna Jahre später die Nachricht erhielt, dass Kinga nach einem Unfall im Koma lag, reiste Anna nach Budapest zu Kingas Familie.
Doch statt sie regelmäßig im Krankenhaus zu besuchen, übernimmt Anna schleichend Kingas Leben. Bis zum letzten Polaroid.
"Die gefährliche Versuchung das Leben eines anderen zu leben" heisst es auf dem Buchrücken. Wer wünscht sich das nicht manchmal, das Leben eines anderen zu führen? Ehrlich gesagt: ich. Ich kam noch nie auf die Idee, das Leben eines anderen führen zu wollen. Ein anderes Leben Ja, aber nicht das eines anderen. Umso spannender, in diesem Buch ein Stück des Weges mit zu gehen...
Wo war das Bereichsreparaturwerkzeug für Gespräche?
Ich liebe diesen Satz aus dem Buch! ;)
"Das letzte Polaroid" von Nina Sahm
erschienen 2014 bei Blumenbar
ISBN 978-3-351-05008-5
