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Es ist wie es ist ... und alles bleibt anders.


Ernsthaft jetzt?

Veröffentlicht von TiRo auf 15. März 2015, 10:52am

Kategorien: #Cuxhaven

Ernsthaft jetzt?

So ein wunderbares Zitat, was ich da in der neuen Flow-Ausgabe (Nr. 8, S. 75) gefunden habe. Und es ist was dran: ich hatte mir nichts sehnlicher als diesen Urlaub an diesem Ort gewünscht und herbei gesehnt! Tja, und nun kann ich sagen: "Willkommen in der Wasch-Hölle"!

Urlaub ist doch was Feines: man entflieht seinem Alltag, sieht und erlebt mal etwas anderes, lässt Fünfe gerade sein und erfreut sich einfach mal seines Lebens.

Und dann kommen wir. Diejenigen, die irgendwie etwas falsch zu machen scheinen?! Ich komme mir vor, als würde ich dieses Mal den "Waschsalon mit Halbpension" gebucht haben. Hmpf, das Herz ist einfach zu groß und den Spruch: "Jeden Tag eine gute Tat!", werde ich mir nochmal auf's Klopapier drucken lassen und dieses dann täglich morgens benutzen!

Unsere Vermieterin wollte uns nicht glauben und befüllte die kaputte Waschmaschine in "unserem" Haus erneut. Als diese am Ende wieder nicht abpumpte und schleuderte, konnten wir sie im letzten Moment gerade noch davon abhalten, die Klappe einfach so zu öffnen. Beherzt wie sie ist, meinte sie: "Wieso? Da kann doch nichts passieren? Das Bad liegt doch tiefer?". Ja schon, aber wer bitte will dann die runden 15 oder mehr Liter Wasser aus dem Bad wieder rausschöpfen?! Ich hatte darauf keine Lust! Also hievte Ditze die Maschine wieder über den gemauerten Duschrand und ließ manuell das Wasser ab. Betreten schaute sie in die Runde...

Die Vermieterin ist auf eine Waschmaschine dringend angewiesen, zumal sie noch einen sogenannten "Pflegefall" (was für ein furchtbares Wort!) zu Hause hat. Gutmütig und nicht ahnend, was wir damit lostreten würden, boten wir an, einfach diese kaputte Maschine gegen die funktionierende aus ihrem Haus auszutauschen. So kann sie wenigstens weiter waschen, so lange, bis ihr Badezimmer fertig renoviert ist. Die Renovierung scheint sich länger zu ziehen, als sie gedacht und geplant hatte.

Gesagt, getan: Waschmaschinen waren getauscht. Sie warf direkt mal die erste Ladung an. Und der Abend war gelaufen *schnauf*! Sie drückte wild auf alle Tasten und das Ende vom Lied war, dass auch diese Maschine nicht mehr tat, was sie sollte. Wir hatten die Vermieterin nun zum Trösten und einfach mal Abwarten in unsere Küche gepflockt, damit sich die Maschine samt Technik von ihr erholen kann. Später konnten wir der Maschine doch noch entlocken, was sie versprochen hatte (saubere und geschleuderte Wäsche) und der Tag war erfolgreich beendet.

Am nächsten Morgen begann das Spiel von Vorne. Wieder wollte sie waschen, wieder drückte sie wild auf Knöpfe, wieder tat die Maschine nicht das Gewünschte. Fehlermeldungen reihten sich aneinander und wir stellten uns zunehmend mehr die Frage, wie sie bis dato es eigentlich geschafft hatte, ihre Wäsche zu waschen? Sie wusste nicht, was diese Fehlercodes bedeuteten. So - Ende im Gelände! Bevor sie jetzt weiter wild rumdrückte, gingen wir dazwischen. Wir suchten die Fehlercodes, bzw. deren Bedeutungen aus dem Internet raus und forderten sie parallel dazu auf, uns die Bedienungsanleitung rüber zu holen.

Neben der Anleitung tauchte sie direkt mit einer weiteren Ladung schmutziger Wäsche bei uns auf... Ich hatte die Anleitung schnell durchgelesen und wusste nun, wie ich der Maschine was entlocken konnte. Derweilen hatten wir allerdings schon frühen Nachmittag. Ich steckte schnell die Wäsche um und machte mich erstmal mit dem Zwergenhund auf zur Runde. Zwischendurch erhielt ich eine Nachricht, wo ich denn bleiben würde, da ich ihr doch noch erklären wollte, wie sie das Flusensieb saubermachen kann. Ich teilte ihr mit, sie möge jetzt bitte ihre Wäsche aufhängen, dann eine Pause machen und alles andere würde später folgen. Bei der 2. Waschladung stellte sich heraus, dass dieses Programm eine Macke hatte. Aber es gibt noch genügend andere! Und irgendwie wunderte es mich nicht, dass die Maschine nach sovielen erzwungenen Falschbeladungen samt wildem Knöpfedrücken keinen Bock mehr hatte?! Später erklärte ich ihr ihre Waschmaschine und wo deren Problem lag. Der 2. Waschtag war beendet, es war Abend und ich hatte die Pappe auf.

Eben sitze ich bei meinem 2. Kaffee und der 1. Kippe vor dem Haus. Ratet mal, wer da wieder mit einem vollen Wäschekorb ums Eck kam und mich innerlich zusammenbrechen ließ....

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