TiRo

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Es ist wie es ist ... und alles bleibt anders.


Cux

Veröffentlicht von TiRo auf 9. März 2015, 12:16pm

Kategorien: #Cuxhaven

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Da sind wir wieder ..., fast so, als wären wir nie weg gewesen. Aber nur fast! Unser kleines Häuschen ist renoviert worden und so ist's nichts mehr mit "wir leben in einem Retrotraum". Das wiederum stürzte die Hunde in die absolute Verwirrung; fortan heißen sie nur noch "Kotzer" und "Psycho".

Als wir am frühen Nachmittag ankamen, empfing uns nicht nur die gesamte Familie mit großer Herzlichkeit, sondern auch die Sonne strahlte vom Himmel. Schnell die Klamotten aus dem Auto, nen Kaffee getrunken und den halben - von unserer lieben Vermieterin selbstgebackenen - Überraschungskuchen mit lecker Kirschen verputzt und sofort gings auf zur ersten Runde. Spunk hatte all ihre Schmerzen vergessen, ebenso die Tatsache, dass wir sie letzte Woche beinahe schon für tot hielten: ab ins Unterholz, den Terrier-Turbo-ichmachwasichwill-Modus eingeschaltet und munter den Rehen nach! Wie gut, dass die Hummel nicht verloren geht und mit ihren kleinen Beinen und den weniger gewordenen Zähnen nicht wirklich erfolgreich ist. Dafür fühlte sie sich wieder wichtig - für einen Spunk die größte Freiheit.

Wieder zurück im Haus, fanden die Hunde eine frisch eingezogene Wand vor. Sie trennt fortan das Wohn- vom Schlafzimmer. Größte Verwirrung auf ihren Gesichtern! Da musste alles neu festgelegt werden: Schlafplätze, Beobachtungsposten, das kann schonmal anstrengend werden. Selbst das Katzenalarmsystem bei Marie war während unserer Abwesenheit reseted worden, was sie einfach nicht zur Ruhe kommen ließ. Sie brauchte ein Update. So standen Marie und ich am späten Abend auf dem Hof. Um uns herum alles stockdunkel. Marie blieb wie angewurzelt stehen und beide starrten wir auf einen hell schimmernden Fleck. Und starrten. Bewegten uns nicht. Gerade, dass es skurril zu werden drohte, machte Marie auf dem Absatz kehrt und rannte zur Tür zurück. Na super, hatte ich letzte Woche nicht noch behauptet, sie sei ein so toller Wachhund, der mich verteidigen würde?! Hmpf! Wenig später standen wir erneut auf dem Hof. Diesmal mit Ditze und ner Taschenlampe. Dieser ominöse helle Fleck, den wir mit einer solchen Inbrunst angestarrt hatten, entpuppte sich als ein oller Eimer....

Spunk hatte derweilen im anderen Eck des Grundstücks etwas aufgesammelt und verzog sich still und heimlich auf ihre Decke. Als wir wieder reinkamen und nun also mitten in der Nacht sämtliche Katzenschlupflöcher kontrolliert hatten, damit der große Hund Ruhe gibt, kaute der kleine Hund an einem alten Hähnchengerippe rum! Vom Wundschmerz oder gar fehlenden Zähnen wollte sie mal grad gar nichts mehr wissen, sondern vielmehr ihr Gerippe verteidigen! Bis Ditze beherzt eingriff, dem kleinen Hund das Gerippe abnahm, war ich mit dem großen Hund beschäftigt, diesen von dem kleinen wegzuhalten.

Um dem Elend ein Ende zu bereiten, gingen wir ins Bett. Der Plan war, dass wir einfach mal schlafen und am nächsten Tag gestärkt loslegen würden. An der Ausführung des Plans mangelte es allerdings ein wenig.

Der große Hund machte wieder einen auf "Psycho", schließlich lauert in jeder Ecke potentiell erstmal ein Serienkiller, der es auf Hunde abgesehen hat. Außerdem konnte sie es überhaupt nicht verpacken, dass es nun diese Wand gibt und das eine Bett quietscht. Als dann auch noch entfernt Autoscheinwerfer vom Zeitungsausträger zu sehen waren, war es für sie soweit: die Apokalypse war da!

Spunk wiederum fand, dass das Gerippe doch nicht so bekömmlich war, wie sie anfangs annahm und kotze es beherzt wieder aus. Natürlich nicht auf's PVC, sondern schön kuschelig auf sämtliche Decken. "Kotzer" gönnt sich ja sonst nichts!

Die Nacht war zwar um, aber als es während der Morgendämmerung endlich ein wenig ruhiger wurde, sind wir nochmal alle eingeschlummert. "Kotzer" lag auf dem letzten sauberen Eck der Decken und "Psycho" hatte sich auf meinem Fußende des Bettes eingerollt. Es hätte so schön sein können... Bis... es dröhnte und vibrierte, als würde ein Bagger am Haus kratzen! Die Vermieter bekommen ein neues Badezimmer. Frisch und fromm legten die Handwerker los und stemmten die Fliesen von der Wand, oh, wie wunderbar! Also, raus aus dem Bett und ab ins Bad. Aber mit Wasser ins Gesicht, war da nix - es gab nämlich keines mehr! Na ja, eine gewisse Form der Verwahrlosung gehört ja irgendwie dazu..., da sind wir halt ohne Dusche & Co zur ersten Runde aufgebrochen.

Es gibt doch nichts über den Geruch des Waldes am Morgen! Als wir später zurück waren, gab's auch wieder Wasser. Möge der Urlaub beginnen!

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