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[Buch] Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte

Veröffentlicht am 27. November 2014, 17:29pm

Kategorien: #Bücher

[Buch] Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte

... und manchmal darf es auch ein Buch aus der so offensichtlichen Auslage sein...

 

1972: damit nicht die gesamte Weltzeit durcheinander geriet, sollten diesem Schaltjahr zwei Sekunden hinzugefügt werden. Ein Umstand, der die beiden Freunde James und Byron zutiefst beeindruckte und beschäftigte.

Während James dieses Ereignis extrem spannend fand und es für ihn eine logische Konsequenz nach der Mondlandung darstellte, verunsicherte es Byron im Gegensatz zu seinem Freund sehr. Der Mensch griff in die Zeitrechnung ein, es sollte etwas hinzugefügt werden, was es eigentlich gar nicht gab. In zwei Sekunden konnte soviel passieren. Wie zum Beispiel, dass das kleine Mädchen auf dem roten Fahrrad - welches ausser Byron niemand sah - auf die Straße fuhr...

Die Welt geriet für die beiden 11 jährigen Jungen aus dem Takt und nach und nach auch aus den Fugen.

James Lowe hatte einmal gesagt, ein Hund sei nicht unbedingt ein Hund. Es sei nur ein Name, wie auch "Hut" oder "Gefriertruhe" nur Namen seien. Vielleicht sei ein Hund, hatte er gesagt, in Wirklichkeit ein Hut.

Joyce, R.: Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte, S. 91

Ein Unfall, der vielleicht gar keiner war, eine Geschichte in die sie immer weiter hinein gerieten..., die Freunde hatten in diesem Sommer einiges zu bewältigen.

Und was hatte Jim, der stotternde Mann, der in einem Wohnmobil lebte und unter Zwangsstörungen litt mit all dem zu tun?

Rachel Joyce zieht uns ins Herz der Zeit: eine tief berührende Geschichte über Zerbrechlichkeit und Wahrheit, Freundschaft und Liebe und zwei lebenslange Sekunden.

Klappentext

Mit der Hoffnung auf ein "Happy End" ist es ein schönes Buch für verregnete Sonntage. Jim war mein heimlicher Favorit, der mich zwischendurch die Stirn in Falten legen, mich schmunzeln und auch lachen liess.

 

Rachel Joyce

"Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte"

erschienen 11/2014 bei Fischer Taschenbuch, Frankfurt aM

ISBN: 978-3-596-19537-4

 

 

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TiRo-Cux11/14

TiRo-Cux11/14

Je länger Byron auf das Wasser blickte, desto deutlicher sah er nicht nur die Brücke, sondern immer mehr auch die Spiegelung des Himmels, als läge unter der Wasseroberfläche eine zweite, durch das Wasser gebrochene Welt, die ebenfalls mit Kupferwolken und Sonnenflecken betupft war. Einem Jungen, der nicht die Schule von Winston House besuchte, hätte man verzeihen können, wenn er glaubte, dass es an diesem Morgen zwei Himmel gab, einen über seinem Kopf und einen unter dem Wasser.

Joyce, R.: Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte, S. 94

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