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Krähenmädchen

Veröffentlicht von TiRo auf 29. September 2014, 20:13pm

Kategorien: #Bücher

Krähenmädchen

Krähenmädchen von Erik Axl Sund ist der 1. Band der Victoria - Bergman - Trilogie. 

In einem Stockholmer Park wird ein toter Junge aufgefunden, der Anzeichen schwerster Misshandlungen aufweist. Es werden weitere Leichen gefunden und Kommissarin Jeanette Kihlberg bittet schließlich die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, deren Schwerpunkt Menschen mit mutiplen Persönlichkeiten sind und bei der sich eines der Opfer in Therapie befand. So wie auch Victoria Bergman, die Sofia auf ganz eigene Art und Weise fordert.

 

Ich will jetzt gar nicht zuviel von dem Inhalt des Buches schreiben, um geneigten Lesern nicht die Effekte zu versauen.

Ich selbst hab es gelesen und mich gefragt, ob es vielleicht an meinem Job liegt, ob ich vielleicht einfach schon zuviel gehört und gesehen habe oder ob meine Psyche selbst "mit allen Wassern gewaschen" ist, so dass mich sowohl die Handlungen als auch die Wendungen nicht sonderlich überraschten?!

Um es mal so zu sagen: es ist nicht schlecht. Wobei ich nicht ungerecht werden will, denn ohne meinen jetzigen Job hätte es mich wahrscheinlich ähnlich gefesselt. 

Wenngleich ich den Hype nicht ganz so nachvollziehen kann, welches dieses Buch ausgelöst zu haben scheint?

Da heisst es auf dem Klappentext:

Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, ehe er selbst zum MONSTER wird?

Krähenmädchen

Oder:

Adieu Hannibal Lecter. Der alte Kannibale ist im Vergleich zu Victoria Bergman psychologisch so interessant wie ein Wellensittich.

von Arbetarbladet auf dem Klappentext

Jetzt wollen wir aber mal die Kirche im Dorf lassen: auf Hannibal Lecter lasse ich gerade mal gar nix kommen! Nur, um Missverständnisse zu vermeiden. ;)

 

Was ich aber richtig klasse fand war, dass auf Seite 42 das "Fragile X-Syndrom" benannt wurde. Spricht für das Autoren-Duo! 

Und dass Xylocain-Adrenalin - welches heutzutage als Anästhetikum beim Zahnarzt verwendet wird - bei Präsident Eisenhower gegen Hypochondrie eingesetzt wurde (S. 98), glaube ich den Autoren nach dem Fragilen X - Syndrom, ohne weiter zu recherchieren. Sehr cool.

Ausserdem fand ich die ersten "Aug-zu-Aug"-Begegnungen zwischen Jeanette und Sofia gerade mal richtig, richtig klasse beschrieben. Und das wäre auch ein Grund für mich, den zweiten Teil doch noch lesen zu wollen. ;)

 

Erik Axl Sund

"Krähenmädchen", erschienen August 2014 im Goldmann Verlag

ISBN: 978-3-442-48117-0

 

 

 

 

 

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